Eine Welt voll von Gefühl, Chaos, Herz & Verstand

Ever tried. Ever failed. No matter. Try Again. Fail again. Fail better (Samuel Beckett)

Dienstag, 18. Mai 2010

Träume

In den letzten Nächten habe ich nicht geträumt (man sagt ja eher, dass man es dann einfach nicht mehr weiß). Dafür, dass ich die letzten Monate jede Nacht pausenlos "irgend nen Scheiss" träumte und meine Nachtruhe dadurch noch weiter (zusätzlich zu den Schlafstörungen) zu Nichte gemacht wurde, hatte ich in den letzten Tagen viel Ruhe.

Ich interessiere mich generell nicht soo für Träume, deute sie nicht etc. Die einen träumen von Dingen, die sie sich wünschen. Mein Unterbewusstsein versucht durch Träumen Dinge zu verarbeiten und zeigt mir auf, dass ich dringend ne (Grübel-)Pause brauche.


Heute Nacht oder eher heut Morgen habe ich wieder geträumt. Soweit ich es noch zusammen kriege, war ich mit ihm und anderen Menschen (?) in Spanien, auf einer Insel, auf Malle? Läge ja Nahe. Viel weiß ich nicht mehr, aber das Wichtigste ist einfach, dass er mich -als es auf die letzten Tage zuging- allein ließ. Es gab Diskussionen und er war einfach verschwunden. Ob er es wirklich gemacht hat, weiß ich nicht, aber durch meine Erfahrungen vermutete ich (nicht zu Unrecht), dass er sich bereits in einen Flieger gesetzt hatte und abgeflogen war. Ich saß nun da, irgendwo abgeschnitten, wusste nicht, wie ich zum Flughafen kommen sollte, konnte nicht alles schnell genug organisieren (Packen, die Tiere mitnehmen). Ich wusste nicht, wo ich auf einmal das Geld für den Flug hernehmen sollte, der ja nun neu gebucht werden musste. Einmal erreichte ich ihn noch und er verwies mich an wen Bekanntes (?), der dann und dann am Flughafen sein und mich mitnehmen würde (kein Wort der Reue übrigens, keine Entschuldigung). Ich wusste aber, dass ich das Alles in einer Stunde nicht schaffen würde ... Tiefe Verzweiflung und Panik.

Die Tiere weckten mich dann glücklicherweise, es war halb 6 heute Morgen.
Zu diesem Traum muss ich nicht viel sagen. Es spiegelt das wieder, was ich derzeit durchmache. Langsam kämpft mein Verstand, der seit einiger Zeit mit meinem Herzen um seine Existenz ringt, sich hervor und macht Platz für die Wut und das Unverständnis. Darüber, dass er mich so behandelt hat. All die letzten Wochen (Monate) und natürlich erst recht die letzten 2 Wochen.
Am Telefon eine dreijährige Liebe (?) beenden, um sich dann aus der Affäre zu ziehen und sich nicht mehr hören und sehen zu lassen. Feige. Verantwortungs- und besonders respektlos. Ich hatte in den letzten Monaten das Gefühl, mit allem allein dazustehen. Ich durfte da sein, auch wenn das angeblich gar nicht benötigt wurde. Ich durfte zuhören etc. Und jetzt, wo augenscheinlich alles gut ist, bekomme ich den Arschtritt. Bin ich nicht mehr gut genug. Ist alles vergessen. Jetzt bin ich halt die Einzige, die noch leidet. Andere geben sich der Oberflächlichkeit hin und konzentrieren sich auf Kapitalismus und Feierei. Denn die Gefühle sind ja schon seit Monaten weg, das ist ja das Praktische!


Morgen werde ich das Ganze wahrscheinlich wieder etwas anders sehen. Ein bißchen vielleicht. Aber es tut gut, diese durch Trauer entfachte Wut herauszulassen. Denn verdient ist sie allemal, wenn auch vllt nicht ganz objektiv. Aber dafür hat mir das Datum gestern auch einfach zu sehr zugesetzt.

Irgendwann wird mein Verstand vollkommen siegen. Und bis dahin darf ich mir all das, was gerade durch meinen Kopf und mein Herz geht, erlauben. Ich darf das!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen